Rosepin steht in der geöffneten Zimmertür, hinter ihr sieht man in ihr Zimmer

Wer ist eigentlich Rosepin?

Diese Frage ist erstmal flink beantwortet: Rosepin ist ein Mädchen. Sie bürstet jeden Morgen ihre dunklen Haare und flicht sich zwei Zöpfe, dann ist das Hirn schön frisch und der Tag kann losgehen. Rosepins Zimmerfenster geht hinaus auf die Straße. Ein Rotdorn steht vor dem Haus und im Vorgarten blüht die Magnolie. Da ist viel los – und Rosepin ist neugierig: Wieso wohnt Marie Käferin im Winter im Rollladenkasten und warum können Hummeln fliegen? Welche Nüsschen mag Hans Eichhorn am liebsten und wann macht der Nachbar wieder Yoga? Das alles kann sie beobachten, wenn sie in ihrem Zimmer auf dem breiten Fensterbrett liegt und in die Welt hinaus schaut.

Woher kenne ich Rosepin?

Auch diese Frage kann ich recht leicht beantworten: Rosepin gehört ganz fest zu mir, ist quasi ein Teil von mir. War wahrscheinlich schon immer da, hat sich aber erst im vergangenen Jahr unüberhörbar und unübersehbar nach vorn in die erste Reihe gedrängelt. Über Umwege und in mehreren Etappen. Aber der Reihe nach: Ich saß eines sonnigen Tages im März 2020 auf meinem Balkon und gegenüber im Baum sang der Amsler herzallerliebst seine „Auserwählte “ an. Das war aber keine Frau Amseline sondern ein weißer Becher, den der Sturm ein paar Tage zuvor da hinauf geblasen hat. Und schon ging in meinem Kopf die Geschichte los: Wie der Amsler – er hatte sofort den Namen Heinrich – wie Heinrich also diesen zerknautschten Becher anträllert und meint, er würde hier sein Täubchen direkt auf die Hochzeitsreise einladen, das hatte etwas Inspirierendes und vor allem etwas sehr, sehr Erheiterndes. Und genau danach war mir zumute. Heiterkeit! Trotz Eingeschränkt-Sein schauen, was so passiert, und gerade WEGEN Eingeschränkt-Sein schauen, war trotzdem möglich ist; vielleicht anders, aber möglich. Und dann, tja dann gab es kein Halten mehr: jeden Tag kam eine neue Facette dazu, eine neue Entdeckung, eine neuer Gast in Rosepins Welt.

Langeweile adé – mit viel Musik

Und ich muss sagen, diese Welt ist so spannend – für mich! Laufend kommt da etwas oder jemand Unerwartetes um die Ecke: Nachbar Bodo zum Beispiel: Mit ihm können wir eine Runde Yoga machen; detaillierte Beschreibung des Sonnengrußes 1 inklusive – wenn das nichts ist?! Oder wir gehen der Frage nach, wie eine Camera Obscura funktioniert und was sie mit dem heutigen Fotoapparat zu tun hat. Warum es den Wolken am Himmel irgendwann zu viel wird und noch so viel mehr Fragen, auf die ich einleuchtende aber einfache Antworten gesucht und gefunden habe – und die ich jetzt unbedingt mit euch teilen möchte! Das alles mit Musik, die zum Mitmachen anregt, die einfach Spaß macht, mit ganz viel Latin-Schwung. Dank Volker Kamp, meinem Lieblings-Musikampenstadel. Eine Bekannte schrieb mir kürzlich: „Mit dem ‚Eichhorn-Hans‘ macht sogar der Hausputz Spaß!“  Ich möchte sagen: Volle Punktzahl, oder? Aber erst nochmal einen Schritt zurück.

Ein Lied wird Geschichte

Nachdem also das erste Lied zum „Heiklen Heinrich“ entstanden ist, war da schnell die Frage: Und wie geht es jetzt weiter? Hier auf meinem Balkon, draußen in der Welt und überhaupt? Und immer wenn bei mir Fragen auftauchen, die ich mit meinem regulären Wach-Hirn nicht beantworten kann, dann gärt es in irgendwelchen tieferen Schichten und ich habe den unabänderlichen Drang zu schreiben, Melodien einzufangen und durch mein Schaffen die wabernde Fragenmasse in schönem Gewandt auf dem Papier vor mir gerinnen zu lassen, und dann schauen wir mal. So auch letztes Frühjahr: Zum Heiklen Heinrich gesellte sich der „Eichhorn-Hans“, die „Prinzessin Marie Käferin“ mit ihrem gesamten Hofstaat und ein Nachbar namens Bodo, um nur drei zu nennen. Und dass die alle jetzt genau so aussehen, wie sie sollen, das verdanke ich der wunderbaren Karolina Golightly von King Bird Illustration – dass wir uns gefunden haben ist ein wahres Geschenk!

Dieses erste Buch „Rosepin bleibt daheim“ mit CD erscheint im Selbstverlag und wird über NOVA vertrieben. Das Projekt umfasst eine komplette Musikproduktion mit Arrangements, Studioaufnahmen und Presswerk sowie die  Buchherstellung  mit Illustration, Layout und Druck. Die damit einhergehenden Kosten – auch für die Gesamtorganisation und das Marketing – liegen im fünfstelligen Bereich und werden zum Teil über ein Crowdfunding auf der Plattform von Startnext finanziert:

Unterstützer weiterhin gesucht

Ich bin überwältigt, dass meine Kampagne bereits nach einer Woche schon den halben Weg zum Ziel erreicht hat! Alle Koffer ist weg. Alle Live-Auftritte gebucht und in Rosepins Ahnengalerie sind auch nur noch 3 Plätze frei. Wollt ihr auch dabei sein? Vielleicht sogar als Postbotin oder Postbote? Dann aber nix wie hin auf die Dankeschön-Seite! Ganz ehrlich: je mehr Geld über dieses Projekt zusammen kommt, desto größer sind die Chancen, dass Rosepins Welt noch viel weiter wächst, dass sie eben nicht nur „daheim bleibt“, sondern irgendwann auch „draußen spielt“ oder vielleicht sogar „zum Mond fliegt“, wer weiß?! Also ich weiß das ganz genau. In meinen tieferen Hirnschichten wabern das schon ganz schön viele Abenteuer von Rosepin und Manü.

Woher kommt der Name Rosepin?

Der Name Rosepin entstammt der Fantasie – hier muss ich offen und ehrlich zugeben: NICHT meiner Fantasie. Sondern der von Manü. Jawoll. Und ich bin ihm so dankbar, dass er mir und meiner Rosepin diesen wunderschönen Namen geschenkt hat. Er ist dem Französischen entlehnt, also nicht mein Manü, sondern der Name Rosepin, und verbindet die Worte für „Rose“ und „Dorn“: rose & épine, voilà! Und dann bin ich auf das folgende arabische Sprichwort gestoßen:  „Ärgere dich nicht, dass der Rosenbusch Dornen trägt, sondern freue dich, dass der Dornbusch Rosen trägt“. Genau das ist es, alles fügt sich zu einem wunderbaren Mosaik! Diese Sicht auf die Welt interessiert mich: Wende dich dem Guten und Wahren und Schönen zu, dann hast du Freude, obwohl da auch Blödes ist. Wendest du die aber dem Mühsamen, Scheußlichen und Angstmachenden zu, dann hast du schlechte Laune und kannst das Schöne nicht genießen!

Franzepin im Glück

Und ich persönlich WILL das Schöne genießen. So schaue ich gerade aus dem Fenster. Wir haben Mitte Mai, die letzte Eisheilige, die Heilige Sophia ist durch, draußen ist es kühl und es schüttet. Ich habe jetzt zwar doch keine Lust, einen Spaziergang zu machen, aber die Obstbäume in meinem Garten finden den Regen toll, da können sie ihre Würzelchen perfekt versorgen. Ich werde mich spätestens bei der Kirschernte für den Regen bedanken. Und wer weiß, vielleicht wird ja auch ein neues Gedicht daraus. Mein Gedichtband Lemonarien könnte auch durchaus mal in die Fortsetzung gehen. Ach ja, und meine Opern erwachen auch grad wieder aus dem Dornröschen-Schlaf (auch hier „Rose“ und „Dorn“, gelle?!) Don Giovanni und Carmen stehen ganz légère als nächstes auf dem Spielplan. Und für ein Kinder-Tanz-Theater-Stück bin ich derzeit auch engagiert – Premiere am 1. Juli in Essen. Wir erinnern uns an meinen ersten Blog-Artikel: die Dannheimerin ist begeisterte Multidelettantin, jawoll! Mehr dazu, also meine Terminen findet ihr hier.

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