12 Juli FranScorpia – Teil 1
Der Vortag
Nun steht sie also vor der Tür: meine dritte große Fernwanderung. Nach meiner „fransalpina“ 2019 – auf dem E5 von Oberstaufen nach Verona – und „franzi geht dann heim“ in 2023 – von Essen an den Schliersee , steht nun – aller sehr guten Dinge sind DREI die „FranSkorpia“an. Die Route führt mich auf den Spurrn meiner Vorfahren mütterlicherseits, mit Nachnamen Schorpp, einer südtirol/italienischen Variation von Scorpio. Daher der Name UND auch das wundervolle Enblem das mir die Illustratorin Karolina Golightly zur Tour entworfen hat! Damit kann es nun wirklich losgehen; also damit kann ICH nun wirklich losgehen.

Ich habe mir für diese Tour eine neue „Dokumentations-Struktur überlegt und werde jeden Tag direkt hier im Blog schreiben und nach den Pausentagen dann jeweils mit neuem Kapitel. Wollen wir mal sehen, wie sinnvoll sich das zeigen wird.
Heute habe ich mich an meinem Start-Ort, meinem alten Wohn-und Aufwacht-Ort Stuttgart quasi akklimatisiert. Wie könnte das besser geschehen als im Mineralbad! Und da gibt es für mich persönlich kein Schöneres, als das Mineralbad Berg, das ich in meinem Roman „Minas Sommer“ bereits begeistert besungen habe.
Vorfreudvoll stand ich also an den Pforten – UND: Bis auf weiteres geschlossen.

Nur die Enten dümpelten im grünlichen Wasser. Also hatte das Schicksal mal wieder entschieden, denn das EIGENTLICHE bad meiner Schorschen Vorfahren war ja sowieso die „Konkurrenz“ nebenan: das Leuze, früher Inselbad.
Das 20 Grad kalte Mineralgebritzel auf der Haut ist auch hier wunderbar – kommt einer Taufe zur Tour gleich, undim Anschluss gibt es noch die obligatorische Kultspeisung: Milchkaffee und Butterbrezel – wie vor 40 Jahren.
Aus schierem Übermut hat mich dann eine Biene in die Verse gestochen. Kurzer Gedankenblitz: Was ist, wenn ich jetzt irgendwie übermäßig reagiere und morgen nicht in den Bergstiefel passe? Aber nach einer halben Stunde Nervenrauschen bis hoch zum Knie war der Spuk dann wieder vorbei – und das Leben der armen kleinen Biene eben auch. Das sie sich für meine Tour quasi geopfert hat, nehme ich gedanklich mit in die Nacht.
Und diese Nacht soll bald beginnen, damit ich morgen früh – sehr früh, um der Hitze ein Stück voraus zu sein. Bin aufgeregt.





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