Mein Motto für 2026: Volle Franzentration!

Ja, auch in diesem Jahr warte ich mit mindestens einem Wortspiel mit meinem Namen auf: Volle Franzentration! Mit Ausrufezeichen. Mindestens. Und wenn das Jahr 2026 noch so jung und frisch ist. Ausrufezeichen.

Ich assoziiere fröhlich mit „fokussieren“, „konzentrieren“ – eben Volle Franzentration. Vom ursprünglichen Begriff, also der Konzentration, her kommend, liegt die Bedeutung natürlich klar auf der Hand: Ich im Zentrum meines Handelns. Das mutet, wenn ich es selbst so lese, zum Einen so selbstverständlich an, und zum Anderen selbstverständlich so egoistisch.

Damit befinde ich mich direkt in einem Dilemma, in dem sich, wie ich beobachte, viele Frauen, nicht nur meines Alters (wieder ein Genitiv) befinden: Wieviel Raum darf ich mir nehmen? Wie laut darf ich widersprechen? Wann darf ich Nein sagen? Darf ich eine Tafel Schokolade einfach ganz alleine essen? Dies gilt es zu üben und zu kultivieren. Nicht dass wir alle Egoistinnen werden, sondern damit wieder genügend erst sich selbst und danach andere gestärkt habende Frauen mit gesundem Selbstwert und angemessenem Grenzempfinden auf dieser Erde unterwegs sind.

Also: Volle Franzentration. Auf Raum, Widerspruch, Nein-sagen und Schokolade.

Sehr gerne möchte ich hier nicht mit aller Guten Dinge sind drei Aspekten die Wahl begründen, sondern mit VIEREN, weil VIER meine Lieblingszahl ist. Also beruflich, persönlich, musikalisch und zuversichtlich. Ich kann es nicht oft genug wiederholen: Ich bin glühende Verehrerin von Karl Valentin. Allein wegen des einen Ausspruchs von ihm:

Ich freue mich, wenn’s regnet, denn wenn ich mich nicht freuen tut, regnet’s trotzdem.“– Karl Valentin

Nicht, dass ich mich über den derzeitigen politischen und gesellschaftlichen Starkregen freuen könnte oder wollte, doch wenn ich mich von all dem niederschlagen lasse, ist damit auch niemandem geholfen – am wenigsten mir selbst. Ziele haben ist etwas sehr Schönes und Vitalisierendes und Aufrichtendes. Also los, worauf will sich die Dannheimerin in 2026 denn nun franzentrieren?

Die Anzahl meiner Konzertauftritte erhöhen

Ich bin zufrieden mit der von 2024 auf 2025 gesteigerten Zahl an Konzerten, Auftritten und Veranstaltungen. Möchte jedoch noch mehr. Bin keine Ilsebill-des-Fischers-Frau – ich will einfach nur singen! So viele schöne Programme und Formate habe ich in den vergangenen Jahren mit den wunderbaren Kolleginnen und Kollegen Jeong-Min Kim, Markus Stollenwerk und Carsten Linck entwickelt und gezaubert – die möchte ich zeigen.

Bühnenansichten vom Wilhelma Theater Stuttgart: links und rechts außen mit Jeong-Min Kim – mittig im Theater Putbus mit Markus Stollenwerk

Das bedeutet, Booking und Planung müssen sinnvoller strukturiert werden. Hierbei nehme ich Unterstützung sehr gerne an. Wer sich jetzt mit nötiger Expertise und oder Erfahrung angesprochen fühlt, Dannheims fröhlichen Gemischtwarenladen weiter in die Welt zu tragen, die oder den Bitte ich um Kontaktaufnahme oder Vermittlung unter: kontakt@franziska-dannheim.de

Außerdem habe ich mir selbst – quasi unter Androhung von Prügelstrafe – verboten, in diesem Jahr ein neues Buch zu schreiben. Ich schreibe wirklich sehr gern. Doch auch in diesem Bereich ist eine effizientere, sprich ressoursenschonendere Arbeitsweise anzustreben. In meinem Einfrau-Geschäft gibt es bisher eben nur die eine Frau, die für alles verantwortlich ist und alles macht, was anfällt.

Vertrieb und Verkauf der bisherigen Produkte optimieren

Und ich bin wirklich sehr froh und zufrieden, welche Geschichten ich bisher schon alle erzählt habe und in welch schönen „Gewändern“ sie zu sehen sind: Der erste Gedichtband veredelt mit Zeichnungen von Katharina Lökenhoff. Der erste Roman, ergänzt mit selbstgeschriebenem Soundtrack auf Cd, produziert mit Volker Kamp. Die erste Kindergeschichte, ebenfalls mit Musik, ebenfalls produziert mit Volker Kamp, veröffentlicht HIER bei Ohrenflausen.

Das sind meine bisherigen Werke

UND – hier kommt mein wohl größter Wunsch für 2026: Rosepin – das Buch, mit den wunderschönen Illustrationen von Karolina Golightly. Welcher Verlag mag sich dieses besonderen und besonders schönen Projekts annehmen? Ich freue mich über konstruktive Anfragen, Vermittlungen und Vorschläge. Bin der tiefen und ehrlichen Überzeugung: Die Welt braucht Rosepin.

Das Vierte Buch im Bunde ist mein Reisebericht zur Tour von 2023. Erschienen beim Verlag 360°Medien und ebendort nach wie vor erhältlich. Langstrecke mit Alpenpanorama ist wirklich voll mein Ding, darauf werden wir uns noch in Punkt VIER franzentrieren. Damit kommen wir jetzt zu Punkt DREI und meiner bisher wohl beklopptesten Idee:

Der Welt die Pyrrolizidinalkaloide rappend näherbringen

Kurz zum Hintergrund: Ich pflege, wie die geneigte Leserin oder Krautschau-Begleitende es weiß, seit einigen Jahren eine wachsende Verbindung zu den Pflanzen. Und so entstand – angeregt durch meine überaus geschätzte Kollegin Carmela De Feo alias La Signora im Rahmen der Sisters of Comedy erst ein Entwurf für einen Live-Act zum Thema „Pyrrolizidinalkaloide – einfach weil das Wort so herrlich lang und kompliziert ist UND die Diskussionen darüber beispielhaft bescheuert sind. Also MUSSTE dazu ein geiler Rap her!

Diese Screenshots sind während der Dreh-Arbeiten zum Video-Clip entstanden. Dank an Nils Stöbke

Gedacht – gelacht – getan. Als Teil meiner Abschlussarbeit an der Storl Akademie UND mit Markus Stollenwerk in den Pro Music Studios vorzüglich produziert und aufgenommen UND mit Nils Stoebke aufs Wunderbarste gefilmt. Fakt: Mein allererstes richtiges Musik-Video wird zeitgleich mit dem Song veröffentlicht am 2.2.26. Termin sehr bewusst auf Lichtmess gelegt. Bitte unbedingt notieren.

Wieder auf Wanderschaft gehen: franzi geht dann heim’26

Schon für das vergangene Jahr 2025 hatte ich eine weitere Langstreckentour geplant. Warum es nicht dazu kam, beschrieb ich ja bereits in meinem epischen Jahresrückblick 25. Und genau deswegen bin ich um so erpichter darauf, mein Gestell in diesem Jahr zu fordern. Diesmal soll es den Spuren der Mutterlinie folgen, also von Stuttgart über den Schwarzwald an den Bodensee, dann weiter durchs Allgäu, nach Tirol und dann weiter nach Südtirol, eine tolle Strecke – ich freue mich riesig! Geplanter Start: 20. Juli 2026.

Ich präpariere in heiterer Vorfreude schon mal alle wichtigen Dinge für den Sommer, damit ich den Über- und Durchblick behalte.

Apropos Durchblick – ich kehre zum Schluss noch ein mal zurück zum anfangs von mir geschilderte Dilemma, in dem sich viele Frauen befinden. Das möchte ich sehr gerne mit einem weiteren Zitat beschließen. Nachdem Karl Valentin eröffnet hat, darf ein anderer, sehr cooler Typ hier das Kurz-vor-Schlusswort haben.

„Frauen, die lange ein Auge zudrücken, tun es am Ende nur noch, um zu zielen“ – Humphrey Bogart

Ich schau dir in die Augen 2026 – und zwar Volle Franzentration.

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